Bibel und ich...

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1.Mose 11,10 bis 1.Mose 19,38 - total krasse Geschichten

Erstmal ging's jetzt "von Sem bis Abram" weiter. Diese Ahnenverzeichnisse sind aber wirklich etwas langweilig: Derundder war soundsoviel Jahre alt, als er denundden zeugte. Wirklich spannend - aber so spart man sich eine Menge Nebenhandlungen, ich möchte gar nicht wissen wie dick das Buch wäre, wenn man jedes Leben weiterverfolgt hätte... Eines hat mich aber trotzdem gewundert. Dass Sem 100 Jahre alt war, als er Arpachschad zeugte und danach noch 500 Jahre lebte erschien mir noch logisch, da er ja schon auf der Welt war bevor Gott das mit der Lebensreduzierung auf 120 Jahre angekündigt hatte. Gewundert hat mich allerdings, dass Sems Nachkommen dann doch alle wieder so alt wurden. Wobei sie immer "jünger" starben - der erste wurde noch 474 und ein viel später Geborener nur noch 148 Jahre alt. Aber trotzdem ist das noch weit entfernt von den eigentlich angekündigten 120 Jahren - hab' ich da was überlesen?!

Dann ging die Geschichte mit Abram (später: Abraham) los. Dass Gott ihn und seine Frau (Sarai, später: Sara) umgetrauft hatte wusste ich bis dato auch noch nicht. Er sollte sein Land, seine Heimat und seine Verwandtschaft verlassen und in das Land ziehen, das Goott ihm zeigen würde. Das geht wohl wirklich nur mit viel Vertrauen - alles zurücklassen, nur weil Gott es sagt?! Mmhh... Aber Abraham hat es gemacht.

Als er kurz mal in Ägypten war, meinte er zu seiner Frau, dass es besser sei zu sagen, sie sei seine Schwester, damit die anderen Männer ihn nicht umbringen, um sie zu bekommen. Blöd war nur, dass dann der eine Pharao sie zu seiner Frau nahm, war ja auch ansich legitim, da er ja nicht wusste, dass sie verheiratet ist. Eigentlich hat er ja nichts falsches gemacht und von daher versteh' ich nicht, warum Gott ihn dafür bestraft - wie sollte er's denn besser wissen? Naja, irgendwas wird sich Gott schon dabei gedacht haben.

Als Abraham mit seiner Frau und seinem Neffen Lot wieder in Kanaan waren, musste sie sich trennen, weil beide so viele Viehherden hatten und sie sich nicht ins Gehege kommen wollten. Nur ob sich Lot noch mal für die Richtung entscheiden würde, die er eingeschlagen hat, glaub' ich nicht.

Was mich ein bisschen genervt hat war, dass Gott ständig wieder erwähnen musste, dass er das ganze Land, dass Abraham sieht ihm und seinen Nachkommen geben will. Irgendwann dachte ich mir nur "Na dann mach's doch auch und red nicht immer nur drüber!" Man, man, man...

Krass fand ich aber die Geschichte mit den ganzen Königen und dem Krieg. Kedor-Laomer wäre auch ein toller Elfenname *g* Ich wusste nur nie wer von all denen im Recht ist, letztlich wohl keiner. Abraham musste am Ende ja sogar noch seinen Neffen von dem Siegerkönig befreien - das war eben Krieg! Naja, der König von Sodom war ihm natürlich dankbar, dass er alles wieder zurückerobert hatte, aber letztlich war er wohl auch nicht besser.

Die Geschichte, dass Gott Abraham, der ja kinderlos war, noch einen Sohn versprach hatte ich auch schon mal gelesen. Was ich aber nicht wusste war, dass Sara ihm ihre Sklavin Hagar zur Verfügung stellte, um mit ihr ein Kind zu zeugen. War schon irgendwie komisch, vor allem, weil die schwangere Hagar dann irgendwann auf Sara herabsah und der das natürlich gar nicht gefiel. Sie behandelte Hagar also ziemlich schlecht, weshalb sie weglief. Nachdem ein Engel ihr aber sagte, sie solle zurückgehen und ihren Sohn Ismael taufen tat sie es. Bei Ismael musste ich an den Gorilla denken und daran, dass die Beschreibung des Engels überhaupt nicht passte. Er meinte nämlich "Du wirst einen Sohn bekommen. Nenne ihn Ismael, denn der Herr hat gehört, wie du gelitten ahst. Dein Sohn wird wie ein wildes Tier sein, das niemand bändigen kann. Er wird mit jedem kämpfen und jeder mit ihm.Aber niemand kann ihn wegjagen. Er wird in der Nähe seiner Verwandten wohnen." Das passt wirklich gar nicht und die Bedeutung "Gott hört"... na ich weiß nicht. Aber mal drüber nachdenken, vielleicht ist ja wirklich was dran?!

Als Zeichen des Bundes zwischen Gott und Abraham - andersrum klingt es irgendwie komisch - sollte die Beschneidung dienen. Da frag ich mich doch, ob die Leute heute noch wissen, warum sie beschnitten sind. Warum sie sich beschneiden lassen kann man ja kaum sagen, denn als Baby kann man sich dazu wohl kaum entscheiden. Nur als Erwachsener, aber ob man da an diesen Bund denkt?

Naja... letztlich bekam Sara dann doch noch einen Sohn, Isaak. Warum Abraham ihn allerdings "Gelächter" nennen sollte leuchtet mir noch nicht so ganz ein, aber auch das kommt vielleicht noch.

Als Abraham dann erfahren hat, dass Gott Sodom vernichten will, weil die Leute da nur böses tun oder so, wollte er wohl seinen Neffen Lot retten, der mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern da gelebt hat. Aber ein bisschen nervig war er dabei schon. "Vielleicht findest du ja fünzig Leute in der Stadt, die nichts Böses getan haben und dir dienen. Willst du die Stadt nicht um ihretwillen verschonen?" "Wenn ich in Sodom fünfzig Unschuldigte finde, werde ich um ihretwillen den ganzen Ort verschonen" "Angenommen, es gibt bloß fünfundvierzig Menschen, die kein Unrecht getan haben - willst du wegen der fehlenden fünf die ganze Stadt zerstören?" "Nein, wenn ich fünfundvierzig finde, verschone ich die Stadt." " Und wenn es nur vierzig sind?" "Auch dann vernichte ich die Stadt nicht." Irgendwann dachte ich mir nur "Warum fragst du nicht endlich was du wissen willst?" Echt anstrengend!

Und dann wurden Sodom und Gomorra vernichtet, weil es wohl doch weniger als zehn Unschuldige gab - was Abraham mit Gott ausgehandelt hatte. Da Gott aber nicht ganz so blöd ist, wusste er ja, dass Abraham sich eigentlich Sorgen um Lot und dessen Familie machte, also rettet er sie durch einen Engel. Eigentlich sollten sie in die Berge laufen, aber Lot war der Meinung, dass sie das nicht schaffen würden, also vereinbarte er mit dem Engel, dass sie in ein nahegelegenes Dorf flüchteten. Kaum dort angekommen, ließ Gott Feuer und Schwefel auf Sodom und Gomorra regnen. Der Engel hatte ihnen aber vorher auch gesagt, sie sollten sich nicht umdrehen. Lots Frau konnte der Versuchung allerdings nicht wiederstehen - kennt man ja eigentlich auch die Geschichte - drehte sich um und erstarrte zur Salzsäule. Es ist wirklich interessant, dass heutige Redewendungen ihren Ursprung vor so vielen Jahrhunderten haben - schon krass.

Irgendwann fühlte sich Lot in dem kleinen Dorf Zoar aber nicht mehr sicher und floh mit seinen Töchtern doch ins Gebirge. Die Verlobten der beiden wollten vorher ja nicht mit flüchten und gingen mit Sodom und Gomorra unter. Der älteren Tochter kam dann der Gedanke, dass sie da in den Bergen nie einen Mann finden würden und wenn sie nicht wollten, dass ihr Geschlecht aussterben würde, müssten sie sich zu ihrem Vater legen. Allein der Gedanke graute mir schon! Die beiden machten aber an zwei hintereinanderfolgenden Tagen ihren Vater betrunken und schliefen mit ihm. Der wusste am nächsten Tag natürlich von nichts mehr. Beide Töchter bekamen dann aber je einen Sohn - Moab (von meinem Vater) und Ben-Ammi (Sohn meines Verwandten). Schlau benannt, aber dass ihr Vater dabei nicht skeptisch geworden ist?! Auf jeden Fall fand ich die Vorstellung doch etwas daneben und auch die Begründung leuchtete mir nicht ganz ein. Okay, ich will irgendwann auch Kinder haben und würde meinen Namen auch gern weitergeben, aber deshalb käme ich noch lange nicht auf solch kuriose Ideen. Danach hab' ich das Buch erstmal zugeklappt - das war mir für den Abend dann doch genug!

Dann geht's gleich weiter mit 1.Mose 20,1 - mal schauen was noch so kurioses passiert :-)

9.11.07 20:52

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