Bibel und ich...

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Ich hab' Angst ihn zu verlieren...

Seit dem letzten "Zwischenstop" hab' ich schon über dreißig Kapitel gelesen und bin mittlerweise im zweiten Buch Mose angelangt. Allerdings soll das hier ja kein Bibellesemarathon werden, aber irgendwie ist es mal abgesehen von diesen ausgesprochen spannenden Ahnenverzeichnissen wirklich ein sehr spannendes Buch. Für den ein oder anderen mag das komisch und vielleicht auch befremdlich klingen, aber ich denke einfach, dass das momentan mein Zugang zu diesem großartigen Werk ist. Und es macht auch keinen Sinn es anders zu lesen oder anders anzugehen, nur weil jemand anderer Meinung ist. Es ist mein Weg, meine Reise und die muss ich wohl auf meine ganz eigene Weise antreten...

Ich merke - und das beruhigt mich eigentlich ein wenig - dass der Gott aus der Bibel mir doch immer sympathischer wird. Der Gott, wie ich ihn kenne und der mich eigentlich schon mein ganzes Leben begleitet hat, ist mir schon lange ein sehr guter Freund. Wobei ich mich manchmal frage, je öfter ich mit Marc über all das rede und je mehr ich in der Bibel lese, ob das überhaupt sein darf. Ich hab' mich immer sehr wohl gefühlt und war froh, dass er für mich da war, nur hab' ich langsam das Gefühl, dass ich ihn immer zu sehr als Freund und zu wenig als jemanden gesehen habe, der eigentlich so weit über mir steht und dem ich in gewisser Weise eher demütig begegnen sollte. Je mehr ich gerade darüber nachdenke, desto großer wird meine Angst vor dieser Reise. Ich hab' irgendwie Angst davor, dass sich am Ende einfach alles auflöst und gar nichts mehr da ist. Es klingt komisch und es ist überhaupt nicht leicht zu beschreiben, nur hatte ich bisher immer das Gefühl, dass Gott zu jeder Zeit für mich da war, egal ob ich glücklich oder traurig war. Ich hatte immer das Gefühl alles mit ihm teilen zu können und es auch zu dürfen. Nur erscheint mir der Gott aus der Bibel so ganz anders, irgendwie so fremd. Ich weiß nicht, ob ich das möchte, weil ich ihn nicht ganz verlieren will. Ich glaube ich hab' mir im Laufe der Jahre mein ganze eigenes Bild von Gott geschaffen, einem Freund, der mir Kraft und Mut gibt, egal wie aussichtslos alles erscheint, ein Freund, der sich aber auch von Herzen mit mir freut, wenn für mich die Sonne scheint. Ich kann es so schwer in Wort fassen, was er für mich bedeutet, nur hab' ich so wahnsinnig große Angst, dass ich ihn im Laufe dieser Reise verliere...

Es fühlt sich komisch an. Ich bin unheimlich hin und her gerissen, ein Kampf im Innern, obwohl ich nicht mal weiß wer da wen bekämpft. Das alles hört sich wirklich total verrückt an! Und wenn ich mir die kleinen Tränenpfützen zu meinen Füßen ansehe, könnte ich mich fast selbst für verrückt halten. Ich hab' keine Ahnung, warum mich das jetzt gerade so sehr beschäftigt hat. Aber ich glaube ich hab' nicht nur Angst vor dem was kommt, sondern es tut auch irgendwie weh los zu lassen...

Aber wie auch immer... Ich glaube, das Alles hat schon einen Grund...

12.11.07 22:59

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